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Entwicklungszusammenarbeit

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Entwicklungszusammenarbeit, © GIZ

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Indonesische Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die internationale Entwicklungspolitik hat das Ziel, dem Ideal einer Welt ohne Armut, gewaltsame Konflikte und ökologische Zerstörung näher zu kommen. Diese Probleme der Gegenwart können nicht von einem Staat allein, sondern nur von der Weltgemeinschaft gemeinsam bewältigt werden. Die deutsche Bundesregierung trägt im Rahmen ihrer Entwicklungspolitik dazu bei und treibt die Verwirklichung der sog. Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) voran.

Indonesien ist nicht nur bilateral, sondern als G20-Mitglied und Schwellenland auch regional bzw. international ein zunehmend wichtiger Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Unter anderem von der weiteren Entwicklung in Indonesien hängt ganz entscheidend ab, ob die SDGs –insbesondere ein nachhaltiger globaler Klimaschutz- erreicht werden können.

Bei den Regierungsverhandlungen 2017 wurden für die bilaterale Kooperation insgesamt € 158,5 Millionen neu zugesagt. Davon entfallen € 126,5 Millionen auf die Finanzielle Zusammenarbeit (FZ), die über die KfW-Entwicklungsbank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) umgesetzt werden, und € 32 Millionen auf die Technische Zusammenarbeit (TZ), die durch die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) sowie die PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) implementiert werden. Den Regierungskonsultationen im Januar 2019 werden erneute Regierungsverhandlungen im September 2019 folgen.

Im Rahmen der letzten Regierungsverhandlungen 2017 wurden die folgenden Schwerpunkte der Zusammenarbeit vereinbart:

Obwohl die Nachfrage nach Strom im Land in den nächsten Jahren stetig wachsen wird, steht der indonesische Energiesektor weiterhin vor zahlreichen Herausforderungen. Die Elektrifizierungsrate bleibt nach wie vor eine der niedrigsten in der Region, wobei über 22 Millionen Menschen keinen Zugang zu Strom haben. Darüber hinaus basiert der Großteil der Stromerzeugung nach wie vor auf fossilen Rohstoffen. Ein Schwerpunkt der strategischen Partnerschaft Deutschlands mit Indonesien ist die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, was zu einer Reduzierung klimaschädlicher Emissionen führen würde. Auf dieser Grundlage unterstützt Deutschland die Nutzung erneuerbarer Energien wie Sonne, Wasser und Geothermie, insbesondere in abgelegenen Regionen Indonesiens. Ferner werden Projekte zur Elektrifizierung abgelegener Inseln im Archipel und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz entwickelt.

Indonesien spielt nicht zuletzt aufgrund immenser Waldflächen eine wichtige Rolle beim internationalen Umweltschutz, insbesondere in den Bereichen Klimaschutz und Biodiversität. Da ein großer Teil der Treibhausgasemissionen durch die Zerstörung von Tropenwäldern freigesetzt wird, unterstützt Deutschland die indonesische Regierung bei der Umsetzung von Forstreformen, die eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ermöglichen, etwa durch die Einrichtung von Gemeindewaldinitiativen. In diesem Schwerpunkt berät Deutschland die indonesische Regierung auch bei der Anpassung ihrer Klimaschutzpolitik und bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Neue Projekte zielen darauf ab, die nationalen Reformen in Richtung nachhaltiger landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten sowie der Bewirtschaftung und Wiederherstellung von Torfmooren zu unterstützen.

In den letzten zehn Jahren hat sich das Pro-Kopf-Einkommen Indonesiens mehr als verdoppelt. Die Mittelschicht ist stark gewachsen und die Armutsrate hat sich um ein Drittel reduziert. Indonesien verdankt dies u.a. günstigen demographischen Bedingungen, da sich der Großteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter befindet. Dennoch haben viele indonesische Jugendliche Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche, während die Industrie gleichzeitig unter Fachkräftemangel leidet. Gleichzeitig leidet Indonesien aufgrund unzureichender sozialer Sicherungssysteme an einem hohen Maß an sozialer Ungleichheit und mit einer großen Ungleichheitslücke und sozialer Verwundbarkeit. Diese Herausforderungen bergen die Gefahr, dass sich das Wirtschaftswachstum Indonesiens verlangsamt und das Armutsrisiko für einen großen Teil der Bevölkerung weiter zunimmt.

Deutschland unterstützt Indonesien bei seinen Bemühungen, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes nachhaltig zu gestalten, indem es die von Indonesien initiierte Reform der technischen und beruflichen Bildung zur Erhöhung der Zahl gut ausgebildeter Fachkräfte und die Umsetzung des sozialen Sicherungsprogramms fördert.

Außerhalb dieser Schwerpunkte werden die Bereiche Gute Regierungsführung und Beteiligung der Privatwirtschaft als Querschnittsthemen bearbeitet. Insbesondere unterstützt Deutschland Maßnahmen zur Steigerung der Staatseinnahmen und zur Bekämpfung der Korruption.

Indonesische Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Indonesian Development Planning Agency (BAPPENAS)    

Indonesian Ministry of Finance

Indonesian Ministry of Environment and Forestry

Indonesian Ministry of Transportation

Indonesian Ministry of Industry

Indonesian Corruption Eradication Commission (KPK)

Indonesian Ministry of Energy and Mineral Resources

Indonesian Ministry of Administrative Reform       

Indonesian Ministry of Public Works

Indonesian Ministry of Social Affairs                      

PLN

Wichtige Durchführungsorganisationen (DO) der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Projekten in Indonesien

GIZ

KfW 

BGR

PTB



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